Bericht des Kinderschutz und Mutterschutz e.V.
Als beim diesjährigen Maxi-Firmenlauf rund um den Olympiapark am vergangenen Donnerstag der Startschuss fiel, waren auch "Die Helfer" unter den rund 24.000 Teilnehmern - sieben Läuferinnen und Läufer des Kinderschutz und Mutterschutz e.V..
Obwohl es bei dem Lauf nicht um Leistung, sondern um den Spaß am Laufen im Pulk der vielen, teils originell verkleideten Teams ging, hier das nominelle Ergebnis der schweißtriebenden Aktion: Mit einer Gesamtzeit von 2:50:17 (gewertet wurden jeweils die Zeiten der fünf schnellsten Läuferinnen und Läufer eines Teams) erlief das Team Rang 948 unter den gemischten Mannschaften - bei rund 2.000 startenden Teams also ziemlich genau die goldene Mitte.
Vom Maxi-Firmenlauf am 19. Juli 2007 berichtet Rainer Köpnick (AEH Hasenbergl/Feldmoching):
Hitze und 24.000 Läufer – das erwartet uns „Kleinteam“ vom Kinderschutz und Mutterschutz e.V. vor dem Start. Diese Herausforderung ist außergewöhnlich. Diesmal treiben uns keine Krisenfälle in den Familien den Schweiß ins Gesicht.
Die nächsten Kilometer sind es, die es in dieser neuen Formation zu meistern gilt. Das Wetter bleibt zumindest stabil, als die ersten Lockerungsübungen die Nervosität vertreiben sollen. Ein Schluck Wasser und eine Banane als Kohlenhydratreserve… Die Aussicht auf die Strecke heißt: hier gibt es bestimmt kein Wasser und sicher keine Pause…
Helga, Charly, Klaus, Horst, Ingo, Michael und Rainer - wir treffen nach und nach um 18 Uhr am verabredeten Treffpunkt vor dem Olympiastadion ein. Jetzt gibt es kein Kneifen mehr. Wir wollen es schaffen.
Gemeinsam die Herausforderung meistern. Gut, manche der durchgestylten Konkurrenzteams hatten im Vorfeld wohl mehr trainiert und einige Euro in die technische Ausrüstung gesteckt - zumindest optisch. Wir starten mit der Begeisterung, heute nur gewinnen zu können und den Spaß nicht zu kurz kommen zu lassen. Nachdem Helga auch ihre plötzlich fehlenden Laufschuhe herzaubern konnte geht es los…oder nicht?
Nein, erst einmal warten und warten und... warten.
Okay, viele Teams und deren 24.000 Läufer wollen erst einmal durch das Nadelöhr des Startbereichs geschleust werden…
Also eine knappe Stunde später als geplant kann es dann losgehen. So haben wir noch Zeit beieinander zu stehen und uns für die erwarteten Strapazen viel Spaß und alles Gute zu wünschen.
Zack! Der Startschuss.
Also doch… und langsam zieht sich das Feld auseinander und wir verlieren uns für's Erste. Hindernislauf und kurze Sprints, bremsen und beschleunigen. So geht es vorbei an Blasmusik und anfeuernden Sambarhythmen, klatschenden Zuschauern an der Strecke und der einmaligen Kulisse des Olympiageländes.
Ungewöhnlich viele eilige Gesichter begegnen einem auf der Strecke. Überholen und überholt werden. Schwitzen, keuchen. Manche Teams werden den Ehrgeiz der ersten schnellen Meter büßen, andere Läufer sprinten erst ab Kilometer 6 so richtig los.
Und endlich, vorbei an anfeuernden "Wegelagerern" kommt das Stadion in Sicht! Eine gewaltige Kulisse. Von drinnen hört man die Partystimmung heraus pulsieren: Flutlicht taucht das Großereignis in Wichtigkeit.
Die letzten Meter. Noch einmal das letzte herausholen. Maximalpuls. Das Blut glaubt man in den Ohren rauschen zu hören… A bisserl geht noch… Im Stadion die Ziellinie in Sicht und alles geben, Endspurt…! Drüber und endlich geschafft! Super! Schulterkopfen und breites Grinsen!
Wir alle haben es gepackt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir finden uns mit der Medallie um den Hals nach und nach im Gewimmel des Stadions wieder - nachdem man wieder nach Luft schnappen kann und den ersten Durst gelöscht hat. Großartig! Wirklich kaum zu glauben. Wir sind echt gut gewesen…
Gemeinsam als Team und mit Spaß unser Ziel zu erreichen.
Für heute heißt's wir sind die Champions! - und nächstes Jahr wieder dabei!
Kinderschutz und Mutterschutz e.V.