19.12.2007 | kibs | KIM

KIM – eine Kooperation von IMMA und kibs für sexuell missbrauchte Kinder in Fürstenfeldbruck

Mitteilung des Kinderschutz und Mutterschutz e.V.
Nachdem sich der Jugendhilfe-Ausschuss seit sieben Jahren mit dem Thema Fachberatung bei sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen beschäftig hatte und regelmäßig an der Finanzierung gescheitert war, stand der Beschluss Anfang 2007 endlich fest: Fürstenfeldbruck bekommt eine Einrichtung, die Kinder und Jugendliche berät, die Opfer von sexueller Gewalt geworden sind.
 
Im Frühjahr 2007 hatte der Jugendhilfeausschuss des Kreistages einstimmig beschlossen, diese Aufgabe an IMMA e. V., Initiative für Münchner Mädchen und kibs , Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle für männliche Opfer sexueller Gewalt zu übertragen. Dem Brucker Jugendamt war es wichtig, dass die beiden beauftragten Institutionen auf dieses Thema spezialisiert sind und über große Kompetenz auf dem Gebiet der Fachberatung von Opfern sexueller Gewalt verfügen.
Heute wurde in Fürstenfeldbruck der Vertrag über die Kooperation unterzeichnet.

KIM

Beratungsstelle für Mädchen und Jungen bei sexuellen Gewalterfahrungen in Fürstenfeldbruck

Der Ort: Die Beratungsstelle befindet sich gut erreichbar in den Räumlichkeiten der „Flexiblen Jugendhilfe“ der Diakonie in der Ludwigstr. 4 im Zentrum Fürstenfeldbrucks.

Die Zielgruppe: Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre, ihre Bezugspersonen sowie Fachkräfte – sowohl bei erlebter Gewalt als auch Verdacht.

Das Spezifische: Hilfesuchende Mädchen und Jungen finden bei KIM eine Beraterin und einen Berater mit langjähriger Erfahrung in geschlechtsspezifischer Arbeit.  Birgit Hildebrandt (IMMA) und Stefan Port (kibs) sind die Ansprechpartner vor Ort.

Der Start ist voraussichtlich im Februar 2008.

Die Sprechzeiten werden zunächst jeden Donnerstag stattfinden.

Vernetzung: Neben der Beratung von Mädchen und Jungen steht in den ersten Monaten viel Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung an. Geeignete Fachärzte und spezialisierte Rechtsanwälte müssen gefunden, Schulen, Jugendamt und andere Institutionen informiert und eingebunden werden, in Fachgremien wird der Austausch mit Kooperationspartnern installiert werden.

Die Kosten: Mit den vom Kreistag bewilligten Kosten von 25.000 Euro jährlich können rund 10 Beratungsstunden pro Woche angeboten werden, das ist zunächst nur ein Tropfen auf den heißen Stein – aber es ist ein Anfang.

Kontakt
IMMA: Astrid Siegmann, astrid.siegmann(at)imma.de, 089/23225715
kibs: Ulrike Tümmler-Wanger, u.tuemmler-wanger(at)kibs.de, 089/231716-9120

IMMA e.V. / Kinderschutz und Mutterschutz e.V.