Beratungseinrichtung KIM zieht um
Die Anlaufstelle für sexuell missbrauchte Kinder und Jugendliche erhält mehr Geld vom Landkreis und erweitert das Beratungsangebot
Die im Februar 2008 vom Landkreis Fürstenfeldbruck ins Leben gerufene Beratungsstelle KIM stößt auf großes Interesse in der Bevölkerung. Um dem tatsächlichen Beratungs- und Informationsbedarf vor Ort noch besser nachkommen zu können, ist es Dank der Verdopplung der finanziellen Ausstattung von KIM jetzt möglich, die notwendige geschlechtsspezifische Beratung von Mädchen und Jungen bei sexueller Gewalt auszubauen. Die Beratungsstelle, die bislang bei der Flexiblen Jugendhilfe der Diakonie untergebracht war, bezieht jetzt eigene Räume im Zentrum von Fürstenfeldbruck und wird künftig an zwei Tagen in der Woche besetzt sein.
Ab dem 5.10.2009 finden betroffene Mädchen und Jungen, Angehörige sowie pädagogische Fachkräfte Rat und Information bei
KIM –
Beratungsstelle für Mädchen und Jungen mit sexuellen Gewalterfahrungen
Hauptstraße 1a
82256 Fürstenfeldbruck
Telefon: 0 81 41/35 72 87
Email: info@kim-ffb.de
Grund für den Umzug ist die vom Landkreis Fürstenfeldbruck beschlossene Erweiterung des Beratungsangebots. In Zukunft stehen den beiden Fachkräften Kerstin Leupold und Stefan Port zusammen 22 Stunden statt wie bisher 13 Stunden für die Beratungs- und Kooperationsarbeit in Fürstenfeldbruck zur Verfügung. Damit erhöht sich auch die Präsenz des Beratungsteams vor Ort. Künftig ist KIM donnerstags und zusätzlich montags besetzt.
An diesen beiden Tagen können Ratsuchende zuvor vereinbarte persönliche Termine wahrnehmen oder sich telefonisch beraten lassen. Zusätzlich steht rund um die Uhr ein Anrufbeantworter für Anfragen und Nachrichten zur Verfügung.
"Durch die zusätzlichen Stunden gewinnen wir wertvolle Zeit, um uns den betroffenen Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien zu widmen", freut sich Kerstin Leupold. Mit dem Umzug entspannt sich auch die Raumsituation bei KIM. Künftig stehen den beiden SozialpädagogInnen Leupold und Port separate Zimmer für die notwendige geschlechtsspezifische Beratung zur Verfügung. Wichtig ist für viele Betroffene vor allem, dass Beratungsgespräche bei KIM auch vollkommen anonym erfolgen können. "Zudem unterliegen wir natürlich der Schweigepflicht", ergänzt Stefan Port. Eine weitere zentrale Aufgabe von KIM ist die Beratung und Information von pädagogischen Fachkräften beispielsweise aus Kindergarten, Hort oder Schule.

