07.04.2010 | Kita Lotte Wetter

Einweihung der Kindertagesstätte Lotte Wetter in der Messestadt Riem

Information des Kinderschutz e.V.

Im März 2009 nahm die Kindertagesstätte Lotte Wetter unter Betriebsträgerschaft des Kinderschutz e.V. in München Riem ihren Betrieb auf. Nach gut einem Jahr haben sich Erzieherinnen und Kinder gut aufeinander eingestimmt und auch die Eltern haben ihren Platz und ihre Beteiligung im Kindergartenalltag gefunden – genau der richtige Zeitpunkt, nun endlich die offizielle Einweihung der Kindertagesstätte folgen zu lassen.

Zur offiziellen Einweihung der Kindertagesstätte am 13. April 2010 sind Gäste der Stadt München, des Bezirksausschusses, des Vereins sowie natürlich die Familien geladen. Unter anderem haben sich Stadträtin Beatrix Zurek angekündigt, die die Grüße des Oberbürgermeisters übermitteln wird, sowie Schulrätin Elisabeth Weiß-Söllner, die ebenfalls ein Grußwort spricht. Franz Aichele repräsentiert als Geschäftsführer der MRG-Maßnahmeträger München Riem GmbH den Bauträger, Geschäftsführer Norbert Blesch spricht für den Kinderschutz e.V.

Ehrung der Namensgeberin Lotte Wetter

Im Rahmen des Einweihungsprogramms wird darüber hinaus eine Bildtafel übergeben, die künftig im Eingangsbereich der Kita an das 2007 verstorbene Ehrenvorstandsmitglied Lotte Wetter erinnert. Als Wohlfahrtspflegerin und Vormündin hat Lotte Wetter seit 1949 den Kinderschutz e.V. als freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe tatkräftig mit aufgebaut. Als Geschäftsführerin von 1954 bis 1974 und danach als ehrenamtliches Mitglied des Vorstandes setzte sie sich über 50 Jahre lang unermüdlich dafür ein, dass junge Menschen und Familien in schwierigen Lebenssituationen mit guten Hilfeangeboten unterstützt wurden. Für ihr Engagement wurde Lotte Wetter 1973 mit dem Bayerischen Verdienstorden ausgezeichnet.

Angebote der Kita finden großen Zuspruch - Anfragen übertreffen die Kapazitäten der Kita allerdings bei weitem

Die ersten Anmeldungen für die 75 Kindergartenplätze wurden bereits vier Monate vor Betriebsbeginn der Kita angenommen, im November 2008. Innerhalb von vier Anmeldeterminen waren alle Plätze vergeben. Und immer noch gibt es in der Messestadt enormen Bedarf an Kindergartenplätzen: Allein für das kommende Kindergartenjahr konnte die Kindertagesstätte 120 Anmeldungen nicht berücksichtigen.

Mehr Kapazitäten kann die Kita leider nicht aus dem Ärmel schütteln – dafür legt sich das Erzieherinnenteam für diejenigen, die einen der begehrten Platz ergattern konnten, mächtig ins Zeug und Vielfalt und Qualität bestimmen den Kindergartenalltag. Nicht nur während der Betreuungszeiten werktags von 7.30 Uhr bis 17.00 stellen die Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen das Wohl der Kleinsten in den Mittelpunkt: An einem Samstag im Februar veranstaltete die Kita beispielsweise einen öffentlichen Informationstag zum Thema Förderangebote für Kinder im Vorschulalter, bei dem Fachreferenten Eltern über Fördermöglichkeiten in den Bereichen Logopädie, Physiotherapie und Ergotherapie informierten.

Teiloffenes Konzept verbindet Geborgenheit in Gruppen und Selbstbestimmung bei der Wahl offener Tagesangebote

Acht pädagogische Fachkräfte und eine Köchin betreuen, begleiten und versorgen die 75 Kinder. Ihren festen Platz finden die Kinder jeweils in einer der drei Gruppen, in denen sie wiederkehrende Rituale wie den täglichen Morgenkreis und gemeinsame Mahlzeiten erleben, wo sie zusammen spielen, turnen und ihre festen Bezugspersonen haben. Ergänzt wird diese gruppenbezogene Zeit im sogenannten teiloffenen Konzept durch gruppenübergreifende Angebote. Dabei können die Kinder selbst wählen, ob sie beispielsweise am Kunstkurs, am Ausflugstag, bei Meditation, Sport oder der Vorlesegruppe teilnehmen möchten. Für die älteren Kinder finden drei bis vier Mal in der Woche Vorschuleinheiten statt. Diese bestehen aus Projekt -und Lernwerkstattarbeit oder Sozialtraining.

Kinder und Familien bilden in der Kindertagesstätte eine bunte kulturelle Mischung. Etwa ein Drittel der Kinder haben deutsche Eltern – zwei Drittel stammen aus aller Herren Länder. "Da die Familien mit den unterschiedlichsten pädagogischen Ansätzen arbeiten, sehen wir den Kern unserer Arbeit besonders im sozialen und sprachlichen Bereich", erklärt Katrin Buchholz, Leiterin der Kindertagesstätte Lotte Wetter. "Methodisch nutzen wir vor allem Bewegungsangebote, die den Kindern helfen, sich sportlich miteinander zu messen. Auch Sprache erlernt sich beispielsweise in Verbindung mit Bewegung einfacher und komplexer."

Nicht nur in der Sprachbildung und im friedlichen Miteinander sehen die Erzieherinnen eine besondere Herausforderung in der Entwicklung der Kinder. Auch die Ausbildung von Interessen sei im Vorschulalter ein wichtiges Lernziel. "Kinder, die gelernt haben, eigene Interessen und Vorlieben zu entwickeln, können wesentlich handlungsorientierter tätig werden und ihre Freizeit sinnvoll gestalten. Daher bieten wir breit gefächerte Möglichkeiten mit unseren unterschiedlichen Kursen an. Arbeit mit den Stärken steht für uns im Fokus", erläutert Buchholz den pädagogischen Ansatz.

Kinderschutz e.V.