Onlineberatungsstelle kids-hotline im 4. IBK-Wettbewerb für Gesundheitsförderung und Prävention nominiert
Der Kinderschutz e.V. freut sich, eine weitere Nominierung der Onlineberatungsstelle für Kinder und Jugendliche bekannt zu geben: kids-hotline gehört zum Kreis der fünf bayerischen Nominierten für den IBK-Preis und wartet gespannt auf die Endausscheidung. Die Internationale Bodensee Konferenz (IBK) fördert Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg. 2010 verleiht sie den 4. IBK-Preis für Gesundheitsförderung und Prävention.
Nach den Kriterien "Innovation", "Nachhaltigkeit", "Multiplizierbarkeit" und "Kosten-Nutzen-Relation" wurden jeweils fünf Projekte aus den IBK-Ländern (Vorarlberg, Baden-Württemberg, Fürstentum Liechtenstein, Bayern und der Schweiz) ausgewählt. Mit der Auszeichnung beispielgebender Projekte und Aktivitäten soll der Ideen- und Erfahrungsaustausch unter Akteurinnen und Akteuren der Anrainerstaaten um den Bodensee angeregt und gefördert werden - und im besten Fall zur Verbreitung von Bewährtem führen.
So konnte sich kids-hotline für die Nominierung durchsetzen
Als eine der ersten Beratungsstellen im deutschsprachigen Raum reagierte kids-hotline darauf, dass Kinder und Jugendliche das Internet intensiv nutzen, wenn sie Rat für ihre Probleme suchen. Bereits 1999 eröffnete kids-hotline das kostenlose und anonyme Angebot für junge Menschen. Von Anfang an zeigte sich, dass der Bedarf da war und stetig anstieg. Besonders im Bereich "Nachhaltigkeit " kann kids-hotline glänzen. Von Anfang an gelang es, Fachkräfte zu gewinnen, die ehrenamtlich die Beratungsarbeit bei kids-hotline leisten. Die ehrenamtlichen Berater/innen machen wiederum in ihrem fachlichen Umkreis Werbung für das Projekt, so dass immer genügend gut qualifizierte Ehrenamtliche in den Beratungsdienst nachrücken. Andererseits ist auch der Beratungsansatz bei kids-hotline nachhaltig: Die jugendlichen Ratsuchenden lernen in der Beratung, eigene Ressourcen zu nutzen und selbst Lösungen zu erarbeiten, um diese Ressourcen nach der erfolgreichen Beratung auch selbstständig abrufen zu können. Auch die sog. "digitale Nachhaltigkeit" ist gegeben: Mittlerweile steht den jugendlichen Ratsuchenden ein umfangreicher Pool von Beratungsverläufen in den Themenforen zu "Familie", "Freundschaft, Liebe und Sexualität" "Sucht" und "Gewalt" zum Nachlesen zur Verfügung.
Unter dem Stichwort "Multiplizierbarkeit" gibt kids-hotline über Hochschulkooperationen, Lehrveranstaltungen und Fachvorträge die wertvolle Praxiserfahrung aus der Onlineberatung im akademischen Bereich weiter. Für Einrichtungen der Sozialen Arbeit, die selbst Beratung im Netz anbieten möchten, bietet kids-hotline mittlerweile die eigene Beratungssoftware in Lizenz an und schult die Mitarbeiter/innen. Über zehn Beratungsstellen nutzen inzwischen die bewährte kids-hotline Technik und das erprobte Know-How.
Jeder Euro, den der Kinderschutz e.V. als Trägerverein in kids-hotline investiert, wirkt vielfach. Denn neben den drei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen, die die Technik und das pädagogische Konzept betreuen, leisten ca. 60 ehrenamtliche Fachkräfte die Beratungsarbeit. Durch die Bündelung von bürgerschaftlichem Engagement über die Plattform Internet erreicht kids-hotline Tausende von Jugendlichen pro Jahr. Stand März 2010 hatten 21.500 registrierte User die Onlineberatung genutzt. Ca. 20.000 Besucher lesen und informieren sich Monat für Monat in den Foren. Doch trotz der guten Kosten-Nutzen-Relation ist kids-hotline auf Zuwendungen angewiesen: "Es freut uns außerordentlich, dass kids-hotline die Jury überzeugen konnte und wir zu den Nominierten zählen. Da sich unsere Onlineberatungsstelle für Kinder und Jugendliche überwiegend aus Spenden finanziert, hoffen wir natürlich auch darauf, den mit einer Geldsumme verbundenen IBK-Preis zu gewinnen", so Emily Engelhardt, die Leiterin von kids-hotline. Bis zum 11. November dürfen wir gespannt sein. Da wird die Entscheidung über die Gewinner bekanntgegeben.
Weiter Informationen zum IBK-Preis finden Sie hier.
