15.07.2010 | Schule

Bamberger Schule: Ja aus Karlsfeld

Bericht im Münchner Merkur vom 09.07.2010

Es ist eng geworden für die Dr.-Elisabeth-Bamberger-Schule: Denn Ende dieses Schuljahres muss die Einrichtung das Gebäude in der Hermann-Stockmann-Straße 13 räumen. Die Rettung kam in letzter Sekunde – aus Karlsfeld.

Die Dr.-Elisabeth-Bamberger-Schule hatte es ziemlich schwer in letzter Zeit. Aus ihren derzeitigen Räumen in der Hermann-Stockmann-Straße 13 muss sie in wenigen Tagen ausziehen – der Vertrag für die Nutzung der Räume läuft aus. Und schnell ein neues Dach über dem Kopf zu finden, war gar nicht so einfach: Ein 30-Millionen-Euro-Projekt in Indersdorf mit neuen Gebäuden für die Schule und das Amalie-Nacken-Heim scheiterte an der Zwischenfinanzierung. Plan B waren Unterrichtscontainer in Indersdorf – doch auch dieser Plan musste aufgegeben werden. "Die Container waren zu teuer", sagt Schulrektor Klaus Funke. Fieberhaft wurde also nach einer besseren Lösung gesucht. Die in Karlsfeld gefunden wurde: In der Ohmstraße 12 und in der Röntgenstraße 14. Diese Räume im Karlsfelder Gewerbegebiet sind nach Meinung des Freistaats nicht zu teuer. "Die Regierung hat geprüft, ob die Preise der Räume ortsüblich und angemessen sind – denn davon hängt die Förderung ab", erklärt Klaus Funke. Diese Prüfung ist, anders als bei den Containern in Indersdorf, positiv verlaufen. Und nun hat auch der Karlsfelder Bauausschuss der Nutzungsänderung der Räume zugestimmt.

Einziges Manko der neuen Räume ist, dass sie in zwei unterschiedlichen Gebäuden liegen. Die Schüler haben zwar feste Klassenzimmer, müssen aber in die Turnhalle oder in Fachräume etwa 100 Meter laufen. "Ein bisschen Bewegung ist aber gut und wird ihnen auch nicht schaden", meint der Rektor dazu. Dass er selber nun auch immer zwischen den Gebäuden hin- und herrennen muss, findet er allerdings etwas unangenehm: „Als Schulleiter muss ich meinen Lehrern immer schnell zur Seite stehen." Das langfristige Ziel heißt also: Die gesamte Schule unter ein Dach bringen. "Wir prüfen der Zeit verschiedenste Möglichkeiten, aber bisher sind die Pläne noch sehr vage."

Zunächst einmal wird die Schule aber Abschied nehmen von der Hermann-Stockmann-Straße. Für Freitag, 16. Juli, ist ein großes Abschiedsfest geplant, mit Band und großem Programm. Von 14 bis 16.30 Uhr feiern die Eltern und Kinder, ab 17.30 Uhr können dann die Mitarbeiter und die Nachbarn voneinander Abschied nehmen.

Die Wochen darauf ist die Schule dann erst einmal mit Ein- und Auspacken beschäftigt. Dem geht der Rektor aber gelassen entgegen: "Uns geht es ganz gut dabei – diese Entscheidung war für uns lebensnotwendig."

Nina Praun, Münchner Merkur