12.12.2005 | Verein | Paulihof

Spendenwelle für Kinder in Not

Stadtsparkasse und Münchner Symphoniker sammeln 24.000 Euro
für Merkur-Hilfsaktion

Bericht im Münchner Merkur vom 12.12.2005

"Was ist der Zauber von Weihnachten?", fragte Harald Strötgen in den Festsaal. Für den Vorstandsvorsitzenden der Münchner Stadtsparkasse sind es die leuchtenden Augen der Kinder. Bevor die Münchner Symphoniker mit musikalischen Winterträumen die geladenen Sparkassenkunden verzauberten, waren also erstmal die Kinder die Hauptpersonen. Vor allem die, die selbst an Weihnachten kaum Freude kennen. Ihnen sollte der Erlös des Abends über den Verein "Kinderschutz und Mutterschutz e.V." zugute kommen.

4.200 Euro hatten die Gäste, unter ihnen Regional-Bischöfin Susanne Breit-Keßler und Stadtrat Richard Quaas, gespendet. Die Sparkasse München rundete den Betrag großzügig auf 10.000 Euro auf. Ernst Hebeker, Chef-Redakteur des "Münchner Merkur", nahm den Scheck entgegen und dankte im Namen der Hilfsbedürftigen. Herzlichen Dank sagte er auch der langjährigen Merkur-Redakteurin Irmi Schwartz, die die Aktion "Der Merkur hilft Kindern" ins Leben gerufen hat. Hebeker reichte die Spende weiter an Arno Bock und Ulrike Heigenmooser vom Verein Kinderschutz und Mutterschutz e.V. Die Heilpädagogin betreut auf dem Paulihof, der dieses Weihnachten mit der Spende unterstützt wird, traumatisierte Kinder. Doch Heilpädagogen gibt es auf dem Hof noch Dutzende andere, kleine und große, schnatternde und wiehernde. Durch die Zuneigung, das Vertrauen der Tiere finden die Kinder oft den Weg zurück ins Leben. Fotos zeigen Mädchen und Buben mit Schafen, Hunden und Pferden. Sie lachen. Heigenmooser erzählt von einem schwer misshandelten Kind, das keinen Menschen mehr an sich heranließ. Dann kam ein verlassenes Rehkitz, das seine Hilfe brauchte. Das Kind kümmerte sich Tag und Nacht. "Diese Erfahrung kann ihm keiner mehr nehmen." Die Bilder verzauberten auch die Gäste. Spontan trat Franz Toma, Leiter einer Wohnungsbaufirma, ans Mikrofon - und eine Spendenwelle los. Er spendete 2.000 Euro, das Backspielhaus legte 5.000 Euro drauf. Weitere Spontan-Spender machten mit insgesamt 7.000 Euro Kinder-Träume wahr.

sog