Fachtag KIBS 2019

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Es gibt noch viel zu sagen!

13. September 2019 - Jedes Kind hat Anspruch auf Schutz vor Vernachlässigung und Gewalt! Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Kontakt-, Informations- und Beratungsstelle KIBS des KINDERSCHUTZ MÜNCHEN zeichneten Expert*innen aus Fachberatungsstellen und Wissenschaft aus dem gesamten Bundesgebiet auf dem Fachtag „Es gibt noch viel zu sagen!“ im Münchner Kulturhaus Milbertshofen die Entwicklungen der vergangenen 20 Jahre nach, nahmen aktuelle Standortbestimmungen vor und diskutierten über heutige Chancen und Herausforderungen. Der Fachtag stand unter der Schirmherrschaft von Münchens OB Dieter Reiter.

Nach einem Einstieg durch das Theaterstück "Ich werde es sagen" der theaterpädagogischen werkstatt, Osnabrück (nach einem Roman von Kristian Ditlev Jansen, Buch u. Regie: Jens Pallas, Schauspiel: Reinhard Gesse) refererierte Dr. Dirk Bange. Im Anschluss an eine Darstellung der Arbeit von KIBS gab es Statements und Diskussionen mit Stefan Bauer, Schlupfwinkel e.V., Matthias Nitsch, DGfPI, Thomas Schlingmann, Tauwetter e.V., Elli Scambor, Verein für Männer- und Geschlechterthemen, Sigurd Sedelies sowie Dr. Peter Mosser von der Beratungsstelle KIBS.

Seit 1999 berät und begleitet KIBS in München pro Jahr rund 400 Jungen und junge Männer, die von sexualisierter und/oder häuslicher Gewalt betroffen sind. KIBS berät auch Angehörige und Fachkräfte, führt Fortbildungen durch, ist in der Prävention engagiert (PräviKIBS) und betreibt eine intensive Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Trotz verstärkter öffentlicher Wahrnehmung (Aufdeckungen 2010, Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche, #MeToo etc.) ist sexualisierte Gewalt nach wie vor ein Tabuthema. Nur 30 bis 50 Prozent der Betroffenen vertrauen sich anderen gegenüber an, Jungen seltener als Mädchen.

Vortragsfolien von Dr. Dirk Bange

Weitere Informationen finden Sie in der aktuellen Pressemeldung.