Mehr Inobhutnahmen von Kindern wegen Misshandlung

Wohngruppe Trollblumenstraße KINDERSCHUTZ MUENCHEN

Inobhutnahmen von Kindern aufgrund von Misshandlung nehmen zu

07. November 2019 - 2018 verzeichnen die Jugendämter weniger Inobhutnahmen insgesamt, jedoch eine deutliche Zunahme von Inobhutnahmen aufgrund von Misshandlungen.

Im Jahr 2018 haben laut Statistischem Bundesamt die Jugendämter in Deutschland rund 52.600 vorläufige Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen (Inobhutnahmen) durchgeführt - 14 Prozent weniger als noch im vergangenen Jahr. Erschreckend jedoch: Insgesamt 25 Prozent mehr Schutzmaßnahmen waren aufgrund körperlicher und/oder psychischer Kindesmisshandlung notwendig.

Die meisten Inobhutnahmen erfolgen aufgrund von Überforderung der Eltern. Weitere häufige Gründe sind nachwievor unbegleitete Einreisen aus dem Ausland. Anzeichen für körperliche und/oder psychische Kindesmisshandlung stehen erstmalig auf Rang drei der häufigsten Gründe für eine vorläufige Schutzmaßnahme.

Inobhutnahmen werden als vorläufige Maßnahme zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in akuten Krisen- oder Gefahrensituationen durch das Jugendamt vorgenommen.