Konzept zu "taktvoll lernen"

Lesen Sie hier mehr zum Konzept und den Zielen von taktvoll lernen in München-Freimann

taktvoll lernen Musikprojekt in München Freimann KINDERSCHUTZ MUENCHEN

Die Akteure_Junge Talente

Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 6 und 16 Jahren.

taktvoll lernen Musikprojekt in München Freimann KINDERSCHUTZ MUENCHEN

Die Akteure_Die Band

In der Bandformation „Rupert und die Heizer“ präsentieren die Kinder und Jugendlichen ihre einstudierten Musikstücke z.B. bei Weihnachts- oder Eröffnungsfeiern von Kooperationseinrichtungen oder dem Familienfest in der LOK Freimann. Der Name „Rupert und die Heizer“ wurde von den Kindern und Jugendlichen selbst gewählt. Rupert ist der Musikpädagoge und „die Heizer“ bezieht sich auf das Heizen einer Lokomotive, denn der Probenort ist stets die Lok Freimann des KJR München Stadt.

Rupert Paulik_Musikpädagoge

Die Akteure_Der Musikpädagoge

Rupert Pauliks (geb. 1974) klassische Musikausbildung begann bereits in früher Kindheit (Violoncello, Klavier, Kontrabass, Bluegrass-Mandoline). Seither tritt er immer wieder als Solist, als Teil einer Band, Songwriter und Komponist auf. Ab 2002 ist er als privater Mandolinenlehrer tätig. 2009 tritt er als Mandolinenspieler im ZDF bei Thomas Gottschalks Liveshow "Wetten, dass..?" in der Münchner Olympiahalle mit einer Mandolinen Begleitung für "O sole mio" auf. Seit 2017 ist er Lehrbeauftragter der Hochschule Landshut. 

Zielgruppe

Kinder aus der Sozialregion München Freimann, die sonst keinen Zugang zu musischer Bildung hätten.

Zielsetzung

taktvoll lernen Musikprojekt in München Freimann KINDERSCHUTZ MUENCHEN

Ziel ist es die Beherrschung eines Instruments und die Fähigkeit in einer Bandformation zu spielen und aufzutreten. 

 

Taktvoll lernen ermöglicht den Einstieg in die Musik und Musikalität. Musische Talente können so entdeckt und gefördert werden. Im Rahmen der Band „Rupert und die Heizer“ erproben die Kinder und Jugendlichen Möglichkeiten der positiven und konstruktiven Selbstdarstellung und entwickeln sukzessive ein selbstbewusstes Auftreten vor Publikum bei Konzerten.

 

Es geht also darum gemeinsam zu musizieren, auf einander zu achten, Verbindungen einzugehen: Sozialkompetenzen weiter zu entwickeln. Darüber wird den Kindern/ Jugendlichen auch der Zugang zu den weiterführenden kulturellen Angeboten der LOK Lernwerkstatt und Freizeitstätte LOK Freimann eröffnet.

 

Auf diesem Hintergrund baut der KINDERSCHUTZ MÜNCHEN mit dem Musikprojekt nicht nur musikalische Brücken sondern eröffnet mit seinem ganzheitlichen Bildungsansatz in der engen Kooperation mit der LOK Lernwerkstatt und LOK Freimann und anderen Akteuren des Stadtteils die Chance auf nachhaltige soziale Integration in den Stadtteil.

Aufnahmebedingungen

taktvoll lernen Musikprojekt in München Freimann KINDERSCHUTZ MUENCHEN

Die Kinder und Jugendlichen kommen aus der Freimanner Heide/Fröttmaning. Die Anmeldung auf der Warteliste ist stets im laufenden Schuljahr möglich. Das Projekt startet immer jeweils zu Schuljahresbeginn mit einem Informations- und Kennen Lern-Elternabend für alle Interessierten. Für Fragen und weiterführende Informationen nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf (s. unten)!

Individuelle Wirkung bei den Kindern

taktvoll lernen Musikprojekt in München Freimann KINDERSCHUTZ MUENCHEN

Für die Kinder und Jugendlich sind die Auftritte von unschätzbarer Bedeutung, denn sie erfahren (möglicherweise erstmalig) außerschulische Wertschätzung und Anerkennung durch die eigenen Eltern und Öffentlichkeit des Publikums. Das macht die „kleinen Musiker“ und deren Familienangehörigen stolz.

Unser Musikpädagoge sagt dazu

Unser Musikpädagoge sagt dazu: „Familientraumata, harte Milieus in sozialen Brennpunkten, Verrohung durch sozialen Medien bewirken eine latente emotionale Verkümmerung. Und die betont kognitiven und willensfördernden Schulschwerpunkte lassen das Gemüt außen vor. Zum Musizieren bedarf der Mensch Gemütsfähigkeiten wie Sensibilität, Empfindung, Nachahmung, Ausdruck, Feingefühl, Achtung, Empathie, Emotionalität.“

 

Die Kinder und Jugendlichen verbessern über das Medium Musik ihr Sozialverhalten. Ein verbessertes Sozialverhalten ist ein ganz zentrales soziales Kapital, denn es ermöglicht die Abmilderung von Exklusionsrisiken in den Bildungsbiografien der von uns geförderten Kinder und Jugendlichen.

Social Impact

Das Musikprojekt „taktvoll lernen“ ist Teil des sozialräumlichen Verbunds des KINDERSCHUTZ MÜNCHEN und setzt den ganzheitlichen Bildungsansatz bzw. der LOK Lernwerkstatt fort. Das bedeutet u.a., dass der Musikpädagoge wann immer nötig, von unseren sozialpädagogischen Fachkräften unterstützt wird. Die Kinder und Jugendlichen, die einmal wöchentlich an den musikpädagogischen Projekteinheiten teilnehmen, kommen alle aus Familien, deren Teilhabe an kulturellem Kapital erschwert oder gar verwehrt ist.

 

Viele Kinder seien außerdem, so Rupert Paulik, „musikpädagogisch enttäuscht, weil sich die schulische Musikdidaktik oft auf passives Filmeschauen und theoretisches Abfragen von Komponistenbiographien beschränkt. Weil den Kindern dadurch jegliche Grundlage zum eigenen Musizieren fehlt, sollen sie bei mir Musik endlich von einer praktischen Seite erleben. Willst Du wissen was Musik ist, spiele!“

 

Der Musikpädagoge entzündet, durch seine besondere pädagogische Haltung und individuelle Förderung, musikalische Begeisterung bei allen Beteiligten. Die – für viele der Kinder und Jugendlichen erstmalige – Erfahrung, etwas mit Leichtigkeit und Freude zu lernen, dabei Fortschritte zu machen und Anerkennung zu finden, ist eine große Motivation und Bestärkung. Dies ist die Basis dafür, dass die Teilnehmer*Innen über ein ganzes Schuljahr hinweg „dran bleiben“ und sukzessive sicht- und hörbare Fortschritte machen. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass aktives Musizieren Gedächtnisprozesse anregt und die Konzentrationsfähigkeit der Kinder nachweisbar steigert. Wer ein Musikinstrument lernt, schafft sich zudem neue Ausdrucksmöglichkeiten, die einen emotionalen Ausgleich bedeuten.

Outcome - wie wird Erfolg gemessen

taktvoll lernen Musikprojekt in München Freimann KINDERSCHUTZ MUENCHEN

„Nicht Sanktionierungen sondern kreative Lösungen sind Garanten des Erfolgs.“ (Rupert Paulik) 

  • „ Musik ist eine „Zeit-Kunst“. Ein richtiger Ton zu früh oder zu spät, wird falsch. Musikschüler lernen die Kunst des richtigen Augenblicks“ (Rupert Paulik) 
  • „Am meisten Bock, wenn ich Musik mache,  ….. die Erleichterung, wenn ich etwas geschafft habe und es dann schneller/langsamer spielen kann; auf die Challenge etwas Schweres zu meistern, auf die Emotionen, die ich anderen vielleicht bereiten kann.“ 
  • „Am meisten Bock, wenn ich Musik mache…..eine „Team“-Band zu haben und wenn man zusammen spielt, man ein super Gefühl hat, wenn es gut klingt“ 
  • Bei einer anonymen Befragung der Musiker*Innen im Juli 2017, ob sie ein Instrument auf ihren Wunsch hin oder das Betreiben der Eltern erlernen, haben 95,2% der Kinder geantwortet: „Ich will es“! 

Werteplakat

Werteplakat V3 250

Außerdem ist das Musikprojekt Teil des sozialen Verbunds im Rahmen des sog. Werteplakats, das für gemeinsame Werte und Leben einer Willkommenskultur steht.

Kooperationen

Kooperationen

Die wichtigsten Kooperationspartner im Kontext der musikalischen Entwicklung der Kinder sind die Eltern bzw. deren Familien. Sie ermöglichen erst das wirkliche Erlernen des Instruments durch ihre Unterstützung der Kinder und Jugendlichen daheim beim täglichen Üben. In der Umsetzung des Musikprojekts kooperieren wir eng mit den Kolleg*Innen der LOK Freimann. Außerdem zählt das Musikprojekt zum sozialräumlichen Verbund des KINDERSCHUTZ MÜNCHEN in Freimann. Daher bestehen enge Verbindungen zum HeideTreff Familienzentrum/ Familienstützpunkt, dem HeideTreff Nachbarschaftstreff, der LOK Lernwerkstatt, der Werkhalle und der Ambulanten Erziehungshilfe (AEH) des KINDERSCHUTZ MÜNCHEN sowie zu weiteren sozialen Akteuren aus dem Stadtteil (z.B. Schulen, Tagesheime, Horte). Im Rahmen dieses Verbunds gelingt uns eine nachhaltige Inklusionsvermittlung der uns anvertrauten Kinder

Finanzierung

Das Musikprojekt kostet 25.000 Euro jährlich. 99% davon werden aus Spenden- und Stiftungsmitteln finanziert. Die Eltern der Kinder und Jugendlichen können eine monatliche Förderung in Höhe von 10 Euro im Rahmen des sogenannten Bildungs- und Teilhabepakets beantragen. Der Musikunterricht ist jedoch deutlich teurer, daher ist „taktvoll lernen“ ganz und gar auf Spenden angewiesen.

"taktvoll lernen" ist zu 100% durch Spenden finanziert
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