Projekt "Begegnungen verbinden"

Bild Ausstellung AEH Begegnungen verbinden

München, 12. März 2019. Berichte, Beobachtungen und Erlebnisse der Menschen aus dem Münchner Hasenbergl sind ab 03. April 2019 nachzulesen, anzuschauen und zu spüren im Kulturzentrum Stadtteilkultur 2411 im Hasenbergl.

Die Ausstellung „Begegnungen verbinden“ ist ein Projekt der Ambulanten Erziehungshilfe (AEH) Feldmoching-Hasenbergl des KINDERSCHUTZ MÜNCHEN und wurde erstmalig im Rahmen der Eröffnung der neuen Räumlichkeiten der Einrichtung im vergangenen Sommer gezeigt. Das Projekt ist Sprachrohr für die multikulturellen Familien im Viertel: Wie lebten die Menschen, bevor sie zu uns kamen? Was haben sie erlebt? Wonach sehnen sie sich? Und wie lebten und leben die Menschen, die schon lange im Hasenbergl verwurzelt sind? Viele Menschen öffneten sich und haben ihre Träume und Albträume, Pläne, Rituale, Ansichten, Beobachtungen und Erlebnisse erzählt. Ihre Geschichten haben sie mit typischen Kleidern aus ihrer Heimat, Rezepten, Fotos u.v.m. untermalt. Es sind berührende Geschichten, traurige, fröhliche und auch solche, die zum Schmunzeln Anlass geben.

Toleranz ohne Hass – für ein friedliches Miteinander und kulturelle Vielfalt

Im Hasenbergl, lange Zeit sozialer Brennpunkt der Stadt München, treffen viele Kulturen aufeinander. Die Erwachsenen und Kinder, die der KINDERSCHUTZ MÜNCHEN in der dortigen Ambulanten Erziehungshilfe betreut, kommen aus verschiedensten Ländern wie Irak, Syrien, Afghanistan, Togo, Nicaragua, aus Bulgarien und aus Deutschland. Umso wichtiger ist es, dass sie gehört und mit ihrer persönlichen Geschichte wahrgenommen werden – als Menschen, als Nachbarn, als Freunde und ohne Stigmatisierung. Daher wird bereits bei Kindern ein selbstverständliches Miteinander gefördert, um zu verhindern, dass rassistisches Gedankengut entsteht. „Durch das Projekt „Begegnungen verbinden“ ist für unsere Klientel ganz nebenbei das Verständnis und Interesse für den Nächsten gewachsen“, erläutert Birgit Sandner, Teamleiterin der AEH Feldmoching-Hasenbergl des KINDERSCHUTZ MÜNCHEN. „Besonders die Kinder erlebten ein selbstverständliches Miteinander und Neugier aufeinander und können diese Erfahrungen in ihre Familien transportieren.“ Toleranz ohne Hass gelingt nur durch gegenseitiges Kennenlernen und Verstehen – als Basis für ein friedliches Miteinander.

Vernissage und Ausstellung

Zum Auftakt der Ausstellung findet am 02. April um 17.00 Uhr eine Vernissage statt, im Anschluss ist die Ausstellung vom 03. April bis 12. Mai 2019 zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Wo: Kulturzentrum Stadtteilkultur 2411 im Hasenbergl | Blodigstraße 4 / 3. Stock | 80933 München
Wann: montags und dienstags von 10.00 bis 15.00 Uhr, donnerstags von 15.00 bis 19.00 Uhr sowie während der Veranstaltungen der Stadtteilkultur 2411 (s. Programm des Kulturzentrums)

Der KINDERSCHUTZ MÜNCHEN freut sich über Spenden: Bank für Sozialwirtschaft, IBAN:
DE44 7002 0500 0007 8183 07, BIC: BFSWDE33MUE, Stichwort: Begegnungen Feldmoching-Hasenbergl. Denn die Botschaft soll weitergetragen und die Sammlung noch mehr Menschen zugänglich gemacht werden, um Verständnis füreinander zu entwickeln, um einander besser kennenzulernen und zu zeigen, was jeden einzelnen Menschen ausmacht: Erlebnisse und Erfahrungen, Werte und Vorstellungen, Gefühle für die Heimat, die Herkunft, das Leben hier, die neue Heimat.

Wir ermöglichen Zukunft.

Der KINDERSCHUTZ MÜNCHEN ist ein überkonfessioneller und parteipolitisch ungebundener Träger der Kinder- und Jugendhilfe, Träger von Einrichtungen der Kindertagesbetreuung sowie Vormundschafts- und Betreuungsverein mit Sitz in München. Mit vielfältigen Angeboten trägt der im Jahr 1901 gegründete gemeinnützige Verein dazu bei, dass Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien ihr Leben selbstbestimmt in die Hand nehmen und sich aktiv an der Gesellschaft beteiligen. Die Mitarbeiter*innen nehmen dabei jeden Menschen in seiner Einzigartigkeit wahr. Sie begleiten ihn ein Stück auf seinem Lebensweg, gleichen Nachteile aus, fördern Bildung, stärken eigene Ideen, Selbstvertrauen und Verantwortungsübernahme und entwickeln gemeinsam neue Perspektiven. Die Angebote der über 50 Einrichtungen in und um München umfassen ambulante Erziehungshilfe, Beratung bei sexuellem Missbrauch, soziale Arbeit an Schulen, Stadtteilangebote, stationäre Erziehungsangebote, betreute Wohnformen, Kindertageseinrichtungen sowie Vormundschaften und rechtliche Betreuungen. Der KINDERSCHUTZ MÜNCHEN steht für ein solidarisches Miteinander und schafft Räume für die Begegnung von Menschen und Kulturen.

Die Ambulante Erziehungshilfe (AEH) des KINDERSCHUTZ MÜNCHEN bietet in verschiedenen Regionen Münchens Gruppen- und Einzelfallhilfen, um lebenspraktische Kompetenzen zu verbessern und sozialer Benachteiligung entgegenzuwirken. Die Grundlage aller Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist der Aufbau tragfähiger Beziehungen und die Partizipation aller am Prozess Beteiligten, um das Selbstwertgefühl der Heranwachsenden nachhaltig zu stärken.

 

Kontakt:
Beate Zornig
Öffentlichkeitsarbeit
KINDERSCHUTZ MÜNCHEN
Tel: 089 23 17 16 - 9923
oeffentlichkeitsarbeit(at)kinderschutz.de | www.kinderschutz.de