Dachauer Integrationsprojekt in Klassen (DIPiK) ist jetzt Regelangebot

2. Dezember 2025 – Seit 2023 gibt es das Dachauer Integrationsprojekt in Klassen (DIPiK). Das Modellprojekt des Landkreises Dachau wird an der Greta-Fischer-Schule, einem sonderpädagogischen Förderzentrum in Dachau, umgesetzt. DIPiK fördert, dass Kinder frühzeitig ohne individuelle Schulbegleitung in den Schulalltag integriert werden können.

Der Hintergrund: Die Zahl individueller Schulbegleitungen steigt. Die 1:1-Betreuung im Klassenzimmer verursacht jedoch oft Unruhe in der Klasse, die Selbstständigkeit der Schüler*innen wird durch die ständige Präsenz der in manchen Klassen zahlreichen erwachsenen Begleitungen eingeschränkt, die Kinder verlieren sich.

Im Rahmen von DIPiK arbeiten statt der individuellen Schulbegleitungen Integrationsfachkräfte. Eine pädagogische Fachkraft begleitet eine ganze Klasse anstelle der entsprechenden Anzahl Schulbegleitungen pro betroffenes Kind – und fördert so eine inklusive Unterrichtskultur. Gleichzeitig steigt durch die enge Zusammenarbeit von Lehr- und Integrationsfachkraft die Qualität der Unterrichtsarbeit.

Das Modell wurde von der Schulleitung in Kooperation mit der Jugendhilfeplanung des Landkreises Dachau und mit dem Bereich Soziale Arbeit an Schulen des KINDERSCHUTZ MÜNCHEN entwickelt. Zunächst wurde es in vier Klassen erprobt und nach einem Jahr bereits auf sechs Klassen ausgeweitet. Im aktuellen Schuljahr 2025/2026 werden die Regelstrukturen in 14 Klassen mit insgesamt sieben Vollzeitstellen für die gesamte Schule etabliert.

DIPiK hat im Landkreis Dachau eine Vorreiterfunktion. Es ist effizient, inklusiv und wirtschaftlich. Eine externe Evaluation bestätigt den richtigen Ansatz und stellt damit die Weiterentwicklung sicher. Das Bayerische Kultusministerium und der Bezirkstag sehen in der strukturellen Poollösung die Zukunft der Eingliederungshilfe an Förderschulen.

Nach nur zwei Jahren Pilotprojektphase ist DIPiK nun fester Bestandteil der sonderpädagogischen Förderung.